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WordPress installieren – so geht’s Schritt für Schritt – Anleitung für Einsteiger

WordPress ist das weltweit meistgenutzte Content-Management-System und bildet die Grundlage für Millionen von Websites, Blogs und Online-Shops. Bevor du mit der Erstellung deiner Seite beginnen kannst, musst du WordPress zunächst installieren – und dafür gibt es zwei grundsätzlich unterschiedliche Wege. In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie du WordPress installierst: entweder komfortabel per Ein-Klick-Installation über das Control-Panel deines Hosting-Anbieters, oder manuell per FTP, wenn du die volle Kontrolle über jeden einzelnen Schritt behalten möchtest. Diese WordPress Installation Anleitung richtet sich gezielt an Einsteiger, die noch keine Erfahrung mit der Einrichtung eines eigenen CMS haben.

Voraussetzungen für die WordPress Installation

Bevor es losgeht, solltest du folgende Dinge bereithalten – jede einzelne Voraussetzung erfüllt dabei einen konkreten Zweck:

  • Eine registrierte Domain. Sie ist die Adresse, unter der deine Website später erreichbar sein wird.
  • Ein Hosting-Paket mit PHP (mindestens Version 7.4, empfohlen 8.0 oder höher). PHP ist die Programmiersprache, in der WordPress geschrieben wurde – ohne einen Server, der PHP ausführen kann, funktioniert WordPress schlicht nicht.
  • Eine MySQL- oder MariaDB-Datenbank. WordPress speichert dort sämtliche Inhalte: Beiträge, Seiten, Kommentare, Einstellungen. Man kann sie sich wie einen strukturierten Ordner vorstellen, aus dem sich WordPress bei jedem Seitenaufruf die passenden Informationen holt.
  • Zugangsdaten zu deinem Hosting-Control-Panel (z. B. Plesk) oder FTP-Zugangsdaten, je nachdem, für welche Installationsmethode du dich entscheidest.
  • Das WordPress-Installationspaket, das du dir hier kostenlos herunterladen kannst, falls du dich für die manuelle Installation entscheidest.
  • Empfohlen: ein bereits installiertes SSL/TLS-Zertifikat (z. B. von Let’s Encrypt). Es verschlüsselt die Verbindung zwischen Server und Besucher und ist heute sowohl für die Sicherheit als auch für das Google-Ranking praktisch Standard – eine WordPress-Installation ohne HTTPS wirkt im Browser schnell als „nicht sicher“ gekennzeichnet.

WordPress Installation – zwei Wege im Überblick

Es gibt zwei gängige Wege, WordPress zu installieren, die sich vor allem im Aufwand und im Grad der Kontrolle unterscheiden:

  1. WordPress Ein-Klick-Installation über das Hosting-Control-Panel (z. B. Plesk) – schnell, komfortabel und ideal für Einsteiger, da Server und Panel die technischen Details im Hintergrund übernehmen.
  2. WordPress manuell installieren per FTP – etwas aufwändiger, dafür mit voller Kontrolle über jeden Schritt, was besonders bei individuellen Serverkonfigurationen oder speziellen Anforderungen sinnvoll ist.

Welche Variante für dich passt, hängt davon ab, wie viel du über die Abläufe im Hintergrund lernen möchtest und ob dein Hosting-Anbieter eine Ein-Klick-Lösung anbietet.

WordPress Ein-Klick-Installation über Plesk

Die Ein-Klick-Installation ist der schnellste Weg zu einer lauffähigen WordPress-Seite, weil das Control-Panel Download, Entpacken und Datenbank-Einrichtung automatisch übernimmt.

Schritt 1: Im Plesk-Control-Panel anmelden

Melde dich mit den Zugangsdaten an, die du von deinem Hosting-Anbieter erhalten hast.

Schritt 2: Domain auswählen

Wähle die Domain aus, unter der WordPress installiert werden soll. Falls du mehrere Domains verwaltest, achte darauf, die richtige zu erwischen – eine spätere Verschiebung ist zwar möglich, aber unnötiger Mehraufwand.

Schritt 3: WordPress-Installation starten

Suche im Menü nach dem Punkt „WordPress installieren“ oder „Anwendungen“ bzw. „Applications“.

Schritt 4: Installationsassistenten durchlaufen

Klicke auf „Installieren“ und folge dem Assistenten: Wähle das Installationsverzeichnis und vergib einen Administrator-Benutzernamen sowie ein sicheres Passwort. Verzichte hier bereits auf naheliegende Benutzernamen wie „admin“ (mehr dazu weiter unten).

Schritt 5: Installation abschließen

Nach wenigen Minuten ist die Installation abgeschlossen, und du kannst dich im WordPress-Backend anmelden. Plesk übernimmt dabei automatisch den Download des Installationspakets sowie die komplette Datenbank-Einrichtung im Hintergrund – Schritte, die du bei der manuellen Installation selbst durchführen müsstest.

WordPress manuell installieren per FTP

Wer WordPress manuell installieren möchte, hat mehr Kontrolle über jeden einzelnen Schritt, muss dafür aber auch jeden Handgriff selbst erledigen.

Schritt 1: WordPress herunterladen

Lade das Installationspaket hier herunter und entpacke es lokal auf deinem Rechner. Du erhältst dadurch einen Ordner namens „wordpress“ mit allen benötigten Dateien.

Schritt 2: Dateien per FTP hochladen

Verbinde dich mit einem FTP-Programm (z. B. FileZilla) zu deinem Server und lade den Inhalt des entpackten wordpress-Ordners in das gewünschte Zielverzeichnis hoch (z. B. httpdocs oder public_html). FTP steht für File Transfer Protocol und ist schlicht ein Übertragungsweg, um Dateien von deinem Rechner auf den Webserver zu kopieren.

Schritt 3: Datenbank und Datenbankbenutzer anlegen

Erstelle im Hosting-Control-Panel eine neue MySQL-Datenbank sowie einen Datenbankbenutzer mit vollen Rechten auf diese Datenbank. Notiere dir Datenbankname, Benutzername und Passwort – du brauchst alle drei Angaben im nächsten Schritt.

Schritt 4: wp-config.php einrichten

Benenne die Datei wp-config-sample.php in wp-config.php um und trage die Datenbank-Zugangsdaten ein. Diese Datei ist quasi das Bindeglied zwischen WordPress und deiner Datenbank – ohne die korrekten Zugangsdaten kann WordPress nicht auf die gespeicherten Inhalte zugreifen.

Schritt 5: Installationsassistent im Browser durchlaufen

Rufe deine Domain im Browser auf. WordPress erkennt automatisch, dass noch keine Installation vorhanden ist, und führt dich durch die restlichen Schritte: Sprache auswählen, Seitentitel vergeben, Administrator-Zugang anlegen.

Erste Schritte nach der WordPress Installation

Nachdem WordPress erfolgreich installiert wurde, solltest du noch einige grundlegende Einstellungen vornehmen, bevor du mit dem eigentlichen Aufbau deiner Website beginnst.

Permalinks einstellen

Standardmäßig verwendet WordPress oft URLs mit Fragezeichen und Zahlen (z. B. ?p=123). Diese sind weder benutzerfreundlich noch suchmaschinenoptimiert, weil sie weder für Besucher noch für Google erkennen lassen, worum es auf der Seite geht. Gehe im Backend zu Einstellungen → Permalinks und wähle die Struktur „Beitragsname“. So entstehen sprechende URLs wie deine-domain.de/mein-erster-beitrag, die sowohl lesbarer sind als auch das jeweilige Ziel-Keyword enthalten können.

Standardinhalte entfernen

WordPress installiert automatisch einen Beispielbeitrag („Hallo Welt!“), eine Beispielseite und einen Beispielkommentar. Diese solltest du löschen oder durch eigene Inhalte ersetzen, damit deine Seite von Anfang an aufgeräumt wirkt und keine Karteileichen im Menü oder in der Beitragsübersicht auftauchen.

Administrator-Benutzernamen prüfen

Falls du bei der Installation versehentlich den naheliegenden Benutzernamen „admin“ gewählt hast, solltest du einen individuellen Benutzernamen verwenden. Der Hintergrund: Automatisierte Angriffsversuche (sogenannte Brute-Force-Attacken) probieren gezielt Standardnamen wie „admin“ aus – ein individueller Name nimmt Angreifern bereits die Hälfte der Rateaufgabe ab.

Sicheres Passwort und Zwei-Faktor-Authentifizierung

Verwende ein langes, komplexes Passwort für den Administrator-Zugang. Zusätzlich empfiehlt sich die Einrichtung einer Zwei-Faktor-Authentifizierung über ein entsprechendes Plugin: Selbst wenn ein Angreifer dein Passwort errät oder erbeutet, benötigt er dann zusätzlich einen zeitlich begrenzten Code von deinem Smartphone, um sich einzuloggen.

Automatische Updates aktivieren

WordPress aktualisiert kleinere Sicherheitsupdates in der Regel automatisch. Prüfe unter Dashboard → Updates, ob dein System aktuell ist, und halte auch Themes und Plugins regelmäßig auf dem neuesten Stand – veraltete Plugins zählen zu den häufigsten Einfallstoren für Angriffe auf WordPress-Seiten.

Backup-Lösung einrichten

Bevor du mit dem Aufbau deiner Seite beginnst, solltest du eine regelmäßige Datensicherung einrichten – entweder über dein Hosting-Control-Panel oder ein entsprechendes Backup-Plugin. So kannst du im Falle eines Problems (fehlgeschlagenes Update, gehackte Seite, versehentlich gelöschte Inhalte) jederzeit zu einem funktionierenden Stand zurückkehren.

Häufige Probleme bei der WordPress Installation

Auch bei sorgfältigem Vorgehen kann es vorkommen, dass etwas nicht auf Anhieb funktioniert. Die folgenden Probleme tauchen bei Einsteigern besonders häufig auf:

Weiße Seite ohne Fehlermeldung („White Screen of Death“)

Dieses Problem entsteht meist durch ein Speicherlimit, das überschritten wurde, oder durch einen Konflikt zwischen Theme und Plugin. Aktiviere testweise das WordPress-Standardtheme und deaktiviere alle Plugins per FTP (Ordner wp-content/plugins umbenennen), um die Ursache einzugrenzen.

Fehler beim Herstellen der Datenbankverbindung

Diese Meldung erscheint, wenn die Zugangsdaten in der wp-config.php nicht mit den tatsächlichen Datenbank-Zugangsdaten übereinstimmen. Prüfe Datenbankname, Benutzername, Passwort und den Datenbank-Host noch einmal in Ruhe.

Probleme beim Datei-Upload per FTP

Falls der Upload abbricht oder Dateien fehlen, prüfe die Dateiberechtigungen (üblich sind 755 für Ordner und 644 für Dateien) sowie deine Internetverbindung. Ein erneuter, vollständiger Upload behebt die meisten dieser Fälle.

Häufige Fragen zur WordPress Installation für Einsteiger

Antwort: Bei der Ein-Klick-Installation über das Hosting-Control-Panel dauert der eigentliche Vorgang meist nur wenige Minuten. Die manuelle Installation per FTP nimmt inklusive Datenbank-Einrichtung in der Regel 15 bis 30 Minuten in Anspruch.

Antwort: Nein. Für die Ein-Klick-Installation sind keinerlei Programmierkenntnisse nötig. Auch die manuelle Installation per FTP erfordert kein Programmieren, sondern lediglich das sorgfältige Ausfüllen von Zugangsdaten und das Befolgen der einzelnen Schritte.

Antwort: Die WordPress-Software selbst ist kostenlos. Kosten entstehen durch die Domain und das Hosting-Paket, die du für den Betrieb deiner Website ohnehin benötigst.

Antwort: Für die meisten Einsteiger ist die Ein-Klick-Installation über das Control-Panel der einfachere und schnellere Weg, da Datenbank-Einrichtung und Datei-Upload automatisch im Hintergrund erledigt werden.

Antwort: Ja, ein Umzug ist grundsätzlich möglich, erfordert aber zusätzliche Schritte wie die Anpassung der Datenbank-Einträge und der wp-config.php. Für den Einstieg empfiehlt es sich, die Domain vor der Installation final festzulegen.

Fazit

Mit diesen Schritten hast du eine solide Grundlage für deine WordPress-Website geschaffen – egal, ob du dich für die schnelle Ein-Klick-Installation oder die manuelle Variante per FTP entschieden hast. Wichtig ist, dass du direkt nach der Installation die grundlegenden Sicherheits- und Komforteinstellungen vornimmst, damit deine Seite von Anfang an gut aufgestellt ist.

Im nächsten Beitrag dieser Serie zeigen wir dir, wie du aus deiner WordPress-Installation ein Multisite-Netzwerk machst, um mehrere Websites zentral über eine einzige Installation zu verwalten.

Tags: Ein-Klick-Installation, FTP, WordPress für Einsteiger, WordPress Hosting, WordPress installieren, WordPress Sicherheit
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